Pandurenrast 2015

Am Freitag den 17. Juli fand in Klingenbrunn die Pandurenrast statt. Die Feuerwehr Klingenbrunn hatte als Veranstalter einen wirklich guten Draht zum Wettergott.

Bei wunderschönem Sommerwetter wurde am Klingenbrunner Dorfplatz ein uriges Lagerleben, in der Zeit als Trenck der Pandur auf Streifzug durch die Gemeinde Spiegelau war, nachgestellt. Angekündigt von Fanfahren zog ein kleiner  Zug  aus Trommlern, dem Nachtwächter, dem  Gemeinderat mit 1. Bürgermeister Karlheinz Roth, Eseln und Mitglieder von Feuerwehr am Dorfplatz ein. Bürgermeister Roth begrüßte die Anwesenden mit einem kurzen Vers und wünschte dem Abend einen schönen, gemütlichen Verlauf.

Rund 400 Gäste fanden sich am Dorfplatz ein und genossen die schönen Abendstunden bei Unterhaltung mit unterschiedlichen Musikern, die ohne Verstärker von Tisch zu Tisch zogen. Die Kinder vertrieben sich Ihre Zeit mit Eselreiten und dem Gaukler Magicus Solvius aus Freising.

In Sachen Essen und Trinken kamen die Besucher auch nicht zu kurz. Es wurde vor Ort Pandurenbraten in einem extra großen Smoker gegrillt und Pandurenbier kam zum Ausschank.

 Foto: PNP

 

Großübung Deutsche Bahn

Wie im wirklichen Leben - Großübung der Feuerwehren und Rettungskräfte in Klingenbrunn

Es ist ein wunderschöner lauer Sommerabend. Zwei junge Männer sind im Auto unterwegs und überqueren einen wenig befahrenen Bahnübergang bei Klingenbrunn- Bahnhof. Vielleicht sind sie auf dem Weg zu einem der vielen Dorffeste. Der Triebwagenführer der herannahenden Waldbahn sieht sie zwar und leitet die Notbremsung ein. Aber ein über 40 Tonnen schwerer Triebwagen hat einen entsprechenden Bremsweg - was viele Autofahrer oft nicht bedenken. Der Wagen der beiden jungen Leute wird gerammt und über die Straßenböschung geschleudert, wo er sich überschlägt und auf den Rädern wieder zu stehen kommt. 200m hinter der Unfallstelle kommt die Waldbahn zum Stehen. Durch die Notbremsung wurden die Passagiere durch den Waggon geschleudert und verletzt. Der Triebwagenführer setzt einen Notruf ab. Dieser läuft zunächst beim Fahrdienstleiter in Zwiesel auf, der ihn an die entsprechenden Stellen weitergibt. Alle verfügbaren Feuerwehren und Rettungskräfte im Landkreis werden alarmiert. Es dauert nur Minuten nach dem Alarm, bis die ersten Einsatzfahrzeuge am Unfallort eintreffen. Als erstes müssen sich die Retter einen Überblick verschaffen, was durch die einbrechende Dunkelheit erschwert wird. Die beiden Insaßen im Auto sind schwer verletzt und eingeklemmt. Die angelegten Sicherheitsgurte haben vermutlich Schlimmeres verhindert. Im Triebwagen gibt es viele Verletzte - und das Ganze auf freier Strecke, nicht zugänglich für normale Einsatzfahrzeuge.

Was sich da am Freitag Abend ereignete, war "nur" eine Übung. Aber das Szenario ist nicht aus der Luft gegriffen. Es ist eher verwunderlich, dass es noch nicht eingetreten ist. Für die Feuerwehren und Rettungskräfte ist es aber unumgänglich, auch auf solche Situationen vorbereitet zu sein. Natürlich war auch die Presse dabei. Damit das ohne Störung des Ablaufs möglich war, sorgten zwei deutlich gekennzeichnete Pressesprecher von Rettungsdienst (Stephan Seidl) und Feuerwehr (Susanne Tanzer) dafür, dass der anwesende Lokalreporter die erforderlichen Informationen erhielt, sich selbst an den wichtigen Stellen ein eigenes Bild - und natürlich auch Fotos - machen konnte. Nur die Pressesprecher sind autorisiert, Auskünfte zu geben.

Insgesamt waren 13 Fahrzeuge des BRK mit 36 Einsatzkräften und 17 Feuerwehrfahrzeuge mit 124 Kräften beteiligt. Die beiden schwer verletzten Autoinsaßen wurden versorgt und befreit, das war schon fast Routine für die Retter. Dann war da noch der Triebwagen mit einem schwer und 11 mittel bis leicht verletzten Passagieren. Das war nicht einfach, da man sich erst einen ungefährlichen Zugang zu dem auf freier Strecke stehenden Wagen verschaffen musste. Die Einsatzfahrzeuge konnten nicht direkt zur Unfallstelle fahren. Es wurden deshalb eigens für solche Fälle vorgehaltene Bahnrettungsrollwagen eingesetzt, mit denen schweres Gerät zur Unfallstelle und Verletzte zum inzwischen eingerichteten Sammelplatz transportiert werden können. Eine Leitstelle wurde aufgebaut, Scheinwerferbatterien sorgten für das nötige Licht, ein Kriseninterventionsteam widmete sich den psychisch belasteten Betroffenen. Insgesamt war es eine logistische Meisterleistung, alle Einsatzkräfte zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu haben. Da es sich um einen Unfall mit Beteiligung der Bahn handelte, mussten auch die Bundespolizei und der Notfallmanager der DB einbezogen werden. Als Notärzte waren Dr. Jaro Such und Dr. Lothar Lederer aktiv.

Natürlich ist eine Übung nicht mit dem Ernstfall zu vergleichen. Hier kommen noch viele weitere Faktoren hinzu. Allein der Zeitdruck spielt dann eine viel größere Rolle, geht es doch bei manchen Verletzungen um Minuten. Aber ganz blieb der Ernst nicht draußen. Noch während des Einsatzes kam es in Spiegelau zu einem Autounfall, der Gott sei Dank ohne Personenschäden verlief. Eines der Einsatzfahrzeuge kümmerte sich dann auch gleich darum. Ein akut Erkrankter konnte von einem für die Übung vorgesehenen Notarzt betreut werden. Er hatte "Glück im Unglück", dass der Arzt so schnell bei ihm sein konnte. Man kann aber schon sehen, dass die Einsatzleitung - Übung oder Ernstfall - immer damit rechnen muss, zu weiteren Ereignissen gerufen zu werden. Gerade in der Zeit der Volks- und Gartenfeste ist das eine besondere Herausforderung für die Planung. Um die Übung angemessen und professionell protokollieren und  auswerten zu können, waren als Beobachter dabei: die leitende Notärztin Dr. Birgit Matschke, der Kreisbereitschaftsleiter BRK Ludwig Hüttinger, der organisatorische Leiter Karlheinz Klessinger, der Leiter der Einsatzdienste Markus Maier, der Leiter des Rettungsdienstes Günther Karl, Kreisbrandrat Norbert Süß, Kreisbrandinspektor Hilgart Albert, die Kreisbrandmeister Thomas Thurnreiter, Armin Heyn und Thomas Maier.

BM Karlheinz Roth, 2. BM Günther Nama, die Gemeinderäte Florian Klante, Thomas Büchler und Kurt Hobelsberger (dieser sogar aktiv) ließen ihre Feuerwehren und Rettungskräfte trotz der fortgeschrittenen Stunde nicht allein, sondern informierten sich und äußerten viel Lob für die gelungene Alarmübung. Lob und Anerkennung kann man eigentlich für diese Arbeit nicht genug äußern. Alle Beteiligten sind ehrenamtlich tätig. Sie opfern regelmäßig ihre Freizeit um anderen Menschen in Not zu helfen. Sie besuchen Kurse und bilden sich weiter, um noch besser helfen zu können. Oft genug verzichten sie auf Vergnügen und Spaß. Während viele gemütlich im Garten grillen oder fernsehen, riskieren sie oft Leben und Gesundheit für Andere. Besonders erfreulich ist der hohe der Anteil der jungen Menschen bei den Einsatzkräften. Hut ab vor soviel sozialem Engagement!

Die Versorgung und der Abtransport der Verletzten ging trotz des unwegsamen Geländes schnell vonstatten. Aber bis die Ausrüstung und das eingesetzte Gerät wieder verstaut war und die Einsatzkräfte wieder in ihren Fahrzeugen saßen, dauerte es doch eine ganze Weile. Erst nach Mitternacht konnte man sich auf den Weg nach Klingenbrunn machen, wo eine wohlverdiente Brotzeit wartete, welche die Gemeinde Spiegelau gespendet hatte. Auch die Versorgung der Einsatzkräfte will bei großen und langen Einsätzen bedacht sein. Einsatzleiter Stephan Schopf, KBR Norbert Süß und BM Karlheinz Roth bedankten sich sehr bei den Beteiligten für die geleistete Arbeit und das wieder einmal bewiesene hohe Maß an Einsatzfreude und Professionalität. Artikel: Hermann Beiler

Hilfspaket der Firma Würth

Die drei Feuerwehren der Gemeinde Spiegelau haben von der Fa. Würth im Zuge der Hochwasserkatastrophe jeweils ein Hilfspaket gesponsert bekommen. Die Feuerwehren Klingenbrunn, Oberkreuzberg und Spiegelau erhielten kostenlos 20 Aluschaufeln, 20 Besen und 20 Eimer.

Bei einer kleinen Übergabe im Feuerwherhaus Spiegelau bedankten sich die Kommandanten der Wehren bei Markus Stockbauer( Mitarbeiter der Fa. WÜRTH).

 

Brand am Kagerbauer-Hof

Es war ein Szenario wie aus einem Katastrophenfilm: Gewaltige Rauchwolken sind am Donnerstagnachmittag über dem Ortsteil Dörfl in Frauenau aufgestiegen. Ein verheerender Brand hat den Kagerbauer-Hof zerstört. Die Familie konnte sich noch vor dem Inferno in Sicherheit bringen, ihre Tiere nicht.

Insgesamt waren  230 Feuerwehrleute und 14 Rettungskräfte aus der gesamten Umgebung vor Ort. Um gegen das Feuer ankämpfen zu können, mussten erst Löschwasserleitungen gelegt werden. Eine nicht ganz einfache und vor allen Dingen Zeit raubende Angelegenheit. Der Heustadel brach schließlich in sich zusammen. Auch auf den angrenzenden Stall und das Wohnhaus griffen die Flammen bereits über.

Zwei Kühe und ein Schwein konnten entkommen, mussten aber später wegen ihrer Verletzungen getötet werden. Im Stall starben drei weitere Kühe und 20 Hühner. Auch der Hund der Bauernfamilie, der offenbar vor dem Stall angekettet war, kam in der Flammenhölle um.

Die Mitglieder der betroffenen Familie standen unter Schock. Die Brandleiderin wurde vorsorglich zur Beobachtung ins Krankenhaus Zwiesel gebracht. Ebenso vier Feuerwehrleute mit Verdacht auf Rauchvergiftung.

Mit aller Macht versuchten die Einsatzkräfte, das Wohnhaus der Familie zu retten − letztendlich vergebens. "Das Haus ist unbewohnbar", musste Kreisbrandmeister Hans Richter am späten Nachmittag konstatieren.

Der Sachschaden dürfte in die Hunderttausende gehen. Die Staatsstraße von Zwiesel nach Frauenau, die direkt am Anwesen vorbeiführt, musste mehrere Stunden gesperrt werden.

Quelle: Passauer Neue Presse